Rittersdorf. (tlz/sb) Wer seine Siebensachen pfleglich behandelt, hat gute Karten beim Herstellen der Einsatzbereitschaft. So einfach, sagt Denis Sander, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Rittersdorf, sei zu erklären, warum bei Wettkämpfen, in denen Feuerwehrleute ihre Schnelligkeit vergleichen, jedes Team mit eigenem Material antritt: mit eigener Pumpe, eigenen Rohren und so weiter.
Nur der Kampfplatz und das Löschwasser sind für alle dasselbe. Beim jüngsten Ausscheid der Wehren in der Verwaltungsgemeinschaft Kranichfeld war es die Gemeinde Rittersdorf, die Platz und Wasser vorbereitet hatte - und am Ende den Doppelsieg davontrug. Unter den Gästen, zu denen fünf der sieben Wehren der VG Kranichfeld gehörten, tummelten sich aber auch Vertreter aus dem Nachbarkreis Saalfeld-Rudolstadt, wo bei Wettkämpfen im Unterschied zum Weimarer Land allen Teilnehmern dasselbe Material zur Verfügung gestellt wird. Da geht es allein um den Vergleich des physischen Leistungsvermögens.
In Rittersdorf allerdings konzentrierte man sich nach dem offiziellen Kräftemessen auf Entspannungstechniken, die aus dem Nachbarort Tannroda herüber geschwappt sein müssen. Erstmals trugen die Kameraden auch Vergleiche im Gummistiefelweitwurf, im Golfabschlag mit Pflasterstein und im Zehner-Tandem-Skilanglauf aus.
Platzierungen im VG-Ausscheid: Löschangriff: 1. Rittersdorf, 2. Tonndorf, 3. Kranichfeld, 4. Hohenfelden, 5. Nauendorf; Grundübung: 1. Rittersdorf, 2. Hohenfelden, 3. Kranichfeld, 4. Tonndorf, 5. Nauendorf Ehrung: 50 Jahre Feuerwehrdienst: Manfred Merkel